Gute Nachrichten

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Predigt zum Sonntag, 29. März 2020

Zukunft suchen

Warum lässt Gott das Leid zu?

In Corona-Zeiten fragen manche Menschen das.
Der Virus bedroht die Gesundheit, ist für einige lebensgefährlich.
Er legt das öffentliche Leben lahm, bedroht Existenzen.

Wenn Gott gut ist, warum verhindert er nicht das Schlechte?
Wenn Gott allmächtig ist, warum haben Angst und Gefahr soviel Macht über uns?
Warum lässt Gott das Leid zu?
Gute Frage.
Meine spontane, ungeschwurbelte Theologen-Antwort ist kurz: Ich weiß nicht, warum.

Aber ich weiß, dass der Glaube an Gott mir durch das Schwere hilft.
Die Bibel verspricht uns eine ganze Menge. Aber ein Leben ohne Leid und schlimme Überraschungen gehört nicht dazu.
Im Gegenteil: die Bibel weiß sehr genau, dass es das Leid und das Übel gibt.
Jesus hat es selbst durch gemacht, als er am Kreuz starb.

Gott hat das nicht verhindert. Gott hat etwas größeres getan:
Er ließ Jesus aus dem Tod zum Leben kommen.
Das ist mächtig.

Warum das Leid? Wer an Gott glaubt, weiß keine Antwort auf das Warum.
Glauben heisst, Gott für das Gute danken und ihm das Leid klagen zu können.
Und darin - Gott sei Dank! - Mut, Hoffnung, Vertrauen zu finden. All das.

Klingt das zu weit hergeholt?
Vielleicht.
Aber wer Gott sucht, wird wissen, wovon er spricht.

Pfarrer Ralph Frieling