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Warten und Corona

„Ach wie lang, ach lange ist dem Herzen bange und verlangt nach dir!“

EG 396, 1

Wie lange noch? Vertraute Frage bei langweiligen Spaziergängen. Bedrückende Frage in Krisenzeiten. Notvolle Frage in Glaubensbedrängnis. Ach wie lang – kein Ende in Sicht. Das macht es bange. Zur Existenzfrage. Und Jesus sagt: Ich bin das Leben – und bleibe!

 

Lieder nicht nur für Kinder

Hannelore Kielhorn und Martin Bussmann mit drei Klassikern 

Osterandacht mit Pfarrerin Stefanie Pensing und Bläsergruppe

Karfreitag | Karsamstag: Pfarrer Dietrich Woesthoff und Christian Balkenohl

Karfreitag

Der Karfreitag ist ein stiller Tag. Keine Partys, keine Kneipen. All das ruht sowieso. Wovon wir sonst nur hören am Karfreitag, ist plötzlich Wirklichkeit. Vieles steht still. Keiner muss darin stark sein. Wir müssen einfach nur da sein. Wir sind nicht allein. Gedanken zu einem ernsten Tag.

Karwoche - "O Haupt voll Blut und Wunden" - Martin Bussmann in St.-Urbanus

Gedanken zum Palmsonntag, 5. April

Eine Woche vor Ostern: In der Kirche lesen wir das Evangelium. Jesus zieht in Jerusalem ein - auf einem Esel, dem Tier der Armen und der Arbeit. Dazu diese Gedanken von Pfarrerin Leona Holler

Gefangen

Aber der Herr ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Bauch des Fisches drei Tage und drei Nächte. Jona 2,1

Unwirklich, wie Jona da im Fischbauch unter Wasser schwebt – geborgen und gefangen zugleich. Aber für viele fühlt sich jetzt die Wirklichkeit ähnlich an. Was macht Jona? Er singt. Ein Lied zu Gott. Ich mache es genauso, lausche, welches Glaubenslied heute in mir klingt und nehme es mit durch den Tag.

Predigt zum Sonntag, 29. März 2020

Zukunft suchen

Pfarrer Chr. Casdorff: "Der Mond ist aufgegangen"

Warum lässt Gott das Leid zu?

In Corona-Zeiten fragen manche Menschen das.
Der Virus bedroht die Gesundheit, ist für einige lebensgefährlich.
Er legt das öffentliche Leben lahm, bedroht Existenzen.

Wenn Gott gut ist, warum verhindert er nicht das Schlechte?
Wenn Gott allmächtig ist, warum haben Angst und Gefahr soviel Macht über uns?
Warum lässt Gott das Leid zu?
Gute Frage.
Meine spontane, ungeschwurbelte Theologen-Antwort ist kurz: Ich weiß nicht, warum.

Aber ich weiß, dass der Glaube an Gott mir durch das Schwere hilft.
Die Bibel verspricht uns eine ganze Menge. Aber ein Leben ohne Leid und schlimme Überraschungen gehört nicht dazu.
Im Gegenteil: die Bibel weiß sehr genau, dass es das Leid und das Übel gibt.
Jesus hat es selbst durch gemacht, als er am Kreuz starb.

Gott hat das nicht verhindert. Gott hat etwas größeres getan:
Er ließ Jesus aus dem Tod zum Leben kommen.
Das ist mächtig.

Warum das Leid? Wer an Gott glaubt, weiß keine Antwort auf das Warum.
Glauben heisst, Gott für das Gute danken und ihm das Leid klagen zu können.
Und darin - Gott sei Dank! - Mut, Hoffnung, Vertrauen zu finden. All das.

Klingt das zu weit hergeholt?
Vielleicht.
Aber wer Gott sucht, wird wissen, wovon er spricht.

Pfarrer Ralph Frieling

26.3.2020

In Corona-Zeiten werden Beziehungen noch wichtiger.

Dazu dieses Lied "You are the Reason - Du bist der Grund", gesungen von Laura und Yannik Rehr von der Jugendkirche Soest in St.-Urbanus 2019

22.3.2020

Besonnen sein

Keine Konzerte mehr, Schule ist zu Hause, die Kindergartenkinder sind daheim, Reisen sind abgesagt. Corona lähmt das öffentliche Leben und oft auch das private. Jede und jeder macht sich Gedanken.

Wie Dominosteine purzelten in der letzten Woche die letzten Absagen von Veranstaltungen auch in der Kirche: die Einladung zum Gebet aber bleibt. Unsere beiden Kirchen sind täglich geöffnet, von 10.00 - 19.30 Uhr. 

Und wir läuten jetzt an jedem Abend die Glocken. 19.30 Uhr hören Sie die beiden Glocken 1 und 2. Halten Sie gerne mit uns inne. Denken Sie an besondere Menschen. Nehmen sie sie mit ins Gebet. 

Denn es stimmt ja: Die Bedrohung durch Covid-19 ist ernst. Die Vorsichtsmaßnahmen sind wichtig. Das dürfen wir den Experten ruhig glauben. 

Allerdings: Angst ist kein guter Ratgeber. Ich denke in diesen Tagen oft an einen Bibelsatz, der uns eine Weile durch tragen kann: 

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ 
(2. Timotheus Kap. 1, Vers 7)

Pfarrer Ralph Frieling

19.3.2020